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Sauerkirsch spielt am Wössner See

 

 

 

 

 

 

 

Sauerkirsch Pressetexte!

 

Aus der Feder des Webmasters von www.woessner-see.de stammen die nachstehenden Berichte für die Presse von Konzerten der Gruppe Sauerkirsch:

Sauerkirsch
Weihnachtskonzert 2006!

Konzert  Sauerkirsch

Übersee. Langsam breiten sich Frost und Rauhreif über den Chiemsee und erzeugen – auch ohne Schnee – eine ruhige weihnachtliche Stimmung, als in der gleichen Nacht des 23.12. die Jugend aus den Chiemseeorten, aus dem Achental, aus dem Sachranger Tal und weit von Traunstein es noch einmal wissen will. 21.21 Uhr ist traditionell Konzertbeginn, aber schon ab 19.00 Uhr steht eine lange Schlange äußerst dünn bekleideter Mädchen und Jungs in T-Shirts vorwiegend aus der Alterklasse zwischen 18 und 25 frierend vor dem Gasthof Feldwies: Das Ende einer Schlange, die sich durch den langen Flur bis zur Saalkasse drängelt. Es ist keine Mutwilligkeit, dass dann gegen 20.45 Uhr erst die Gaststättentüren verschlossen, so ca. 100 Besucher draußen ausgesperrt werden und dann auch noch vielen aus dem Gaststättenflur der Eintritt zum Saal verweigert werden muss. Es hat ausschließlich brandtechnische Gründe, denn der Saal ist rappelvoll, unten, wie auch oben auf der Empore. Und das alles, obwohl man zuvor schon auf Werbung für und Bekanntmachung der Veranstaltung weitgehend verzichtet hatte.

Das traditionelle Weihnachtskonzert von Sauerkirsch ist eben kein Rock-Konzert im herkömmlichen Sinne, sondern Party, Party, Party! Ohne Pause bis spät in die Nacht! Bis auf wenige Stücke immer vorneweg, Martin Wilhelm mit kraftvollem Rockgesang mit bayerischen Texten. Die Fans können die spätestens mitsingen, seit die Texte im Internet- veröffentlicht sind. Zwischen den Stücken Rhythmus-Spielchen mit dem Publikum, der nächste Refrain wird einstudiert und dann geht es wieder dahin. Die vordere Hälfte des Saales voll tanzender jubelnder Fans, nass geschwitzt in den heißen Saaltemperaturen. Die Musiker kennt jeder, alle aus dem heimischen Raum zwischen Reit im Winkl und Übersee, erprobt in –zig Musikformationen und alle mit reichlich Erfahrung. Neun unterschiedliche Instrumente, neun unterschiedliche Musiker, immer wieder andere Stücke erfordern normal einen großen Aufwand an Abstimmung durch die Musiker und den Tontechniker. Doch hier war nicht die Zeit für Feinheiten. Von einem Stück ins andere, bloß die Stimmung nicht abreißen lassen! Da bleibt auch schon einmal das ein oder andere Instrument etwas versteckt auf der Strecke. Die ein oder andere Rückkoppelung lässt die Ohren klingeln! Egal! Party ist angesagt!

Schon nach einer halben Stunde dampft der Saal. Die Getränkelieferung gerät heftig ins Schlingern. Im hinteren Teil des Saales eine ständiges Plappern. Hunderte von Teenagern sprechen laut gegen die Musik an. Hier ist ein Jeder! Es gibt Leute, die man seit Jahren nicht mehr gesehen hat, andere lernt man kennen, weil man einen kennt, der den anderen kennt. Oder einfach nur, weil man sich auf den ersten Blick sympathisch ist. Handys glimmen überall im Saal, um auch den Freund auf der anderen Seite des Getümmels per SMS auf dem Laufenden zu halten, wen man gerade gesehen oder getroffen hat. Glänzende Augen, Blickkontakte, Lachen und Spaß. Dabei ein ständiges Gewusel von Leuten, die sich durch das Getümmel drängen, keine Ahnung, wohin.

Auf der Bühne geht es derweil mächtig ab. Neun Musiker: ein Sänger im Vordergrund, drei Gitarristen, drei Bläser, Keyboard, Drums, das gibt schon ordentlich Schalldruck! Wenig Soli gibt es, aber dann wünscht man sich sofort, man hätte etwas mehr Zeit für Musik und Feinheiten gehabt, dann lassen die Musiker keinen Zweifel an ihren Qualitäten. Aber was soll’s, Party ist angesagt! Schnell ist die Zeit bis nach Mitternacht dahin. Aber auch dann spielen die Musiker fleißig, verwöhnen die Fans mit vielen Zugaben und lassen das Konzert erst spät nach Mitternacht ausklingen.

Ein wieder gelungenes Kult-Weihnachtskonzert einer heimischen Kult-Band, bei dem auffällt, wie friedlich es verlief.

In 2007 werden sich hart gesottene Fans am 23.12. wohl schon ab 17.00 Uhr anstellen. Und aufgepasst! Vorankündigungen wird es wohl auch dann nicht geben. Wie heißt es so schön in verschnörkelter bayerischer Schrift, verziert mit gemalten Trachtlern über der Bühne des Saals: „Treu dem guten alten Brauch!“

Zuvor wird Sauerkirsch bereits im März im heimischen Raum wieder die Musik in den Vordergrund stellen, dann mit etwas weniger Schalldruck, nämlich unplugged, auf der Staudacher Musikbühne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sauerkirsch
Konzert im Gasthof Mühlwinkl, Staudach-Egerndach, 2007

Martin Wilhlem beim Auftritt der Gruppe Sauerkirsch im Mühlwinkl 2007
Martin Wilhelm von Sauerkirsch

Staudach-Egerndach. Kuschelig hatten es sich um 10,5 Millionen Zuschauer am Samstagabend mit „Wetten das“ in Ihrem Sofa gemacht. Ganz anders kuschelig hatten sich zur gleichen Zeit 200 Zuschauer im Gasthof Mühlwinkl eingerichtet. Sie waren zu einem anderen Konzert der heimischen Kultband Sauerkirsch gekommen, ganz anders als noch vor ein paar Monaten das Weihnachtskonzert in der Feldwies. Da waren die Musiker noch über die Bühne gefetzt. Hier saßen sie einfach statt auf der Bühne in der Mitte des Saales, das Publikum dicht nebenan und rundherum. Nur der Frontmann Martin Wilhelm auf einem Barhocker in der Saalmitte und die beiden Gitarristen ragten etwas aus der Menge hinaus. Welch ein Gegensatz! Zu Weihnachten hatten die Fans zwei Stunden vorher anstehen müssen, um den Musikern in einer der ersten Reihen so nahe zu sein, und hier waren sie zum Greifen nah.

Der ungeheuer großen Nachfrage hatte der Alex Welte von der Staudacher Musikbühne mit zwei aufeinanderfolgenden Konzerten am Freitag- und Samstagabend entsprechen wollen. Vergeblich, Nachfragen gab es bis zuletzt, ausverkauft waren beide Konzerte aber innerhalb von ein paar Tagen.

Eine Atmosphäre, gemütlich wie im Probenraum. Und dann kriegte man so Einiges geboten. Martin Wilhelm war in Hochform. Vielleicht ein Viertel der Zeit ging für die Anmoderation der Stücke drauf. Von der ersten Minute gab es heftiges Gelächter. Anekdoten aus dem schon langen Musikerleben von immerhin 9 Musikanten, tiefe Einblicke in den bayerischen Brauchtumskalender, wie auch Lehren über das chinesische Kalenderjahr, die ewigen Themen Mann und Alkohol oder Mann und Frau, von der eigenen im besonderen, von den anderen im Allgemeinen. Die Kurve vom angekokelten Gamsbart zum Thema Skateboard muss man erst mal kriegen! Für Wilhelm eine Leichtigkeit! Das alles in schönem Bayerisch gewürzt mit viel Lokalkolorit, denn immerhin stammen die Musiker aus dem Achental und der Umgebung. Genauso bayerisch, witzig und selbstironisch dann die Songs. Eigene bayerische Texte über international bekannten Rockhits oder Eigenkompositionen. „Ich geb Dir heut kein Bussi, weil Du in der Nase bohrst“, „Mit der Latten auf der Matten im Freibad im Schatten“, die Titel versprechen schon den bayerischen Wortwitz. Martin Wilhelm singt dazu mit einer ausgeprägten, kräftigen Rock-Stimme, die auch in anderen Stilrichtungen wie z.B. seinen wunderschönen Balladen gut ankommt. Die Mitmusiker liefern dazu vielstimmigen Backgroundgesang, in den auch das Publikum immer wieder einfällt.

Und neun Musiker im dann doch wieder kleinen Saal des Mühlwinkl bringen schon einen tollen Sound – auch im Sitzen! Voran sind da –weil so selten - die drei Bläser Peter Lechner (Saxophon), Franz Pichl (Saxophon) und Josef Lechner (Trompete) mit präzisen, satten Einsätzen und beeindruckenden Soli zu nennen. Der Vierte, Peter Lechner, mit seiner Tuba stand vor allem für den bayerischen Musikeinschlag, der Dank Sauerkirsch plötzlich auch in internationaler Rockmusik auftaucht. Ansonsten ist dieser Mann ein solider Bassgitarrist. Seiner Gitarrenleidenschaft frönte Georg Meier in heftig beklatschten Soli, Thomas Gartner stand ihm dabei mit Rhythmus-Gitarre und Waschbrett zur Seite. Als Tastenmeister erwies sich Markus Reiter am Piano und Akkordeon, mit dem er auch immer wieder die bayerische Herkunft der Musiktexte untermalte. Die Musiker um Martin Wilhelm agierten professionell und zurückhaltend, Probenraumathmosphäre eben.

Von Martin Wilhelm konnte man das in keiner Weise sagen, zu jedem Song einen anderen Hut, von der bayerischen Kopfbedeckung über den Sombrero zurück zum Strohhut. Raumgreifende Gesten, feines Arrangement bezogen das Publikum mit ein. Nach der Pause erreichte sein musikalisches und schauspielerisches Engagement einen der vielen Höhepunkte, als er als Elvis Presley, von der Sprache, über die Mimik bis zum Outfit perfekt nachgemacht, mit „Bossanova Baby“, „One night with you“ und Suspicios minds“ auftrat. Auch Lenny Kravitz trat auf, lange Rastalocken unter der Strickmütze allerdings urbayerisch singend!

Auf der Bühne ist er ein Menschenfänger, der Martin Wilhelm. Wenn er mit seiner kurzweiligen Moderation den Abend beginnt, dauert es nur wenige Minuten, bis der Zuhörer von seinen sympathisch rüber gebrachten, kurzweiligen und lustigen Geschichten eingefangen ist. Die bayerischen Texte, die gute Musik und der runde Auftritt bindet das Publikum dann fest an seinen Platz. Man merkt dem Sänger die Anstrengung an, trotzdem gibt es keinen erkennbaren Durchhänger, und es ist der Martin Wilhelm, der den Zuschauer dann nach vielen Zugaben am Ende eines langen Abends entlassen muss. Freiwillig geht der nämlich nicht heim.

Und auch, wenn dieser Auftritt mit seiner Atmosphäre so ganz anders war, den heimischen Kultfaktor von Sauerkirsch haben sowohl das Konzert am Freitag, als auch das am Samstag weiter erhöht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sauerkirsch,
Weihnachtskonzert 2007

Übersee-Feldwies. 20 Jahre kaum oder keine Plakate und Ankündigungen, 20 Jahre dennoch lange Warteschlangen in vorweihnachtlicher Kälte, 20 Jahre enttäuschte Gesichter derer, die nicht mehr eingelassen werden, 20 Jahre drangvolle Enge am 23.12. nach 21 Uhr, 20 Jahre ein brodelnder bayerischer Saal, das ist das Weihnachtskonzert der heimischen Kultband Sauerkirsch. Heimelig ging es los, unheimlich weiter.

Der Auftritt begann mit Trachtenhüten auf dem Kopf und zwei Blockflöten weihnachtlich. Nur Bandleader Martin Wilhelm fiel mit seinem blau illuminierten Glasfaser-Gamsbart auf dem Kopf auf. Der verlas als nächstes einen weihnachtlich besinnlichen Aufsatz eines Jungen über seine Mordskrippen daheim, die er mit Spielfiguren wie dem heiligen Batman und Dinosauriern trefflich aufgemotzt hatte. Und schon trieb der Reit im Winkler die aufbrandende Stimmung in ein Aushängeschild der Kirschen, den Song „Heb Dein Rock auf!“ Der volle Saal war sofort dabei, kannte den Text und begleitete den Refrain.

Alles wie jedes Jahr, doch etwas war anders. Hatte im Vorjahr noch die Zielrichtung bestanden, die Songs heraus zu hauen, um nur den Stimmungspegel immer im kirschroten Bereich zu halten, gingen die Musiker dieses Jahr nahezu geruhsam ans Werk. Seit einem Frühjahrskonzert unplugged im Chiemgau, wissen die Musiker, dass etwas mehr Bedacht zugunsten noch besserer Qualität beim Publikum noch mehr ankommt. Die Songs nach wie vor kräftig, schnell und rasant, waren sie doch jetzt einfach besser, präziser. Das Mischpult im Vorjahr noch ein echter Stimmungsbremser, stützte jetzt die Töne und Songs, wie es sollte.

Und die Musiker waren in glänzender Laune und Form. Eine halbe Stunde ging es unplugged daher, dann stöpselten die Gitarristen um Georg Maier die Instrumente ein und mit dem Thema des neuen James Bond-Films und dem Thema aus dem Film Blues Brothers, getragen von Gitarren und Bläsern zündeten die Kirschen die nächste Stufe. Weltbekannte Rock- und Soulmusik mit bissigen, kraftvollen bayerischen Texten der Sauerkirschen. „Mei Mama hat gsag´t“, „Sowas stinkt ma“, „Das gelbe Haus“. Die Fans kannten sie alle und gingen mit. Sänger Martin Wilhelm, immer vorn an der Rampe, nimmt er mit viel Ausdruck in Stimme und Gestik das Publikum in Besitz und treibt es voran. Weil dieses Jahr sämtliche Schlupflöcher in den Saal besonders sorgsam bewacht waren, war es dieses mal nicht so übervoll eng. Das Publikum war konzentrierter, das Hin-und Her im Saal, das Stimmengeschwirr zwischen den Songs war deutlich geringer als im Vorjahr. Das tat der Atmosphäre sichtlich gut. Und die Musiker hatten die gesteigerte Aufmerksamkeit des Publikums verdient.

Grandios das Gitarrenspiel von Georg Meier, Oberwössen, das Zusammenspiel mit den beiden erfahrenen Gitarristen Thomas Gartner, Reit im Winkl, und Peter Lechner, Grassau. Er erhielt Raum für besondere Soli. Ein Aushängeschild der Sauerkirschen sind nach wie vor die starken Bläser. Präzise deren Einsätze, sauber die Töne. Vorantreibend und kräftig schmettern sie in den Saal. Das sind die Überseer Josef Lechner an der Trompete, Peter Lechner und Franz Pichl am Saxophon. Markus Reiter, München, gehört mit zu den tragenden Musikern der Band. Er spielt das Keyboard immer lebhaft, quicklebendig in den Vordergrund. Rückhalt und sicher an den Drums Peter Janotta, der die Musik fein unterstreicht, gleich ob im treibenden Rock oder in der gefühlvollen Ballade.

Und der Weihnachtsmann mit Mütze und rotem Mantel immer im Mittelpunkt. Schon nach kurzer Zeit musste sich Martin Wilhelm dieses Kostüms entledigen, weil er dort alles gab, und immer mit gleicher Kraft den Abend gestaltete mit Stimme und Gestik alles gab bis spät nach Mitternacht. Wechselnde Kopfbedeckungen, kleine Geschichten zwischen den Stücken, selbstironische Rückblicke in die Bandvergangenheit, das Publikum hatte seinen Spaß daran und ließ sich gern einfangen und mitnehmen. Vorn am Bühnenrand drängten sich Zuschauer, die schon beim ersten Weihnachtskonzert dabei gewesen sein mögen, wie auch die Twens der heutigen Zeit einträchtig, demselben Takt verschrieben. Verlässlich hatten sie immer den richtigen Refrain auf den Lippen. Den Gesichtern sah man den Spaß und die Freude an diesem Konzert deutlich an.

Den Kultstatus im Chiemgau unterstrich, dass ein sehr junger Zuhörer auf die Bühne gerufen werden konnte, der mit einem Schulaufsatz über Sauerkirsch gerade eine Eins erarbeitet hatte. Kult auch das nach 24 Uhr dann immer die gleichen Geburtstagskinder von der Bühne geehrt werden können, wie im Vorjahr.

Natürlich gab es Zugaben. Anderes ließ das Publikum auch garnicht zu. Und bis zum letzten Ton war es in bester Stimmung dabei. Als der verklang und man vor den altehrwürdigen Gasthof Feldwies trat, traf es einen völlig unerwartet. Der Chiemgau schlief. Die 500 noch so euphorischen Zuhörer standen ganz allein in dieser klaren Winternacht, am Anfang des 24. Dezembers und fühlten sich völlig unwirklich. Dennoch werden sie im nächsten Jahr wieder in langer Schlange vor der Feldwies anstehen, um dabei zu sein. Dabei bei dem Sauerkirsch Weihnachtskonzert!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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