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Der neue Hochwasserschutz am Wössner Bach
in Unterwössen, Chiemgau, in Aktion!

Wer sich am 23. Juni 2009 mittags dem Ortszentrum des Luftkurortes Unterwössen, Chiemgau, näherte, wurde durch die ungewohnte Geräuschkulisse eines starken Rauschens aufmerksam. Aus der Nähe zeigte sich dann die Ursache. Nach Regentagen und einem heftigen Vorregentag mit bis zu 68l/m² Niederschlag (gemessen im benachbarten Reit im Winkl) waren die Gewässer stark angeschwollen. Der Wössner Bach, an dem ansonsten Jungs an warmen Tagen in den einzelnen Gerinseln Wehre aus Steinen bauen, rauschte machtvoll nur gut 1 1/2 Meter unter dem Dammscheitel durch den Ort. Kein Halten für Kneipjünger, die sich da auf die längste Kneippstrecke der Welt gewagt hätten. (Am Pegel Staudach wies gegen Mittag der Strom der Tiroler Ache eine Durchflussmenge von ca 240 m³/Sekunde auf.)

Brücke in Höhe des kinderspielplstzes am Wössner Bach über tosendem Wasser

"Bridge over troubled Water"
Brücke über den tosenden Wassern des Wössner Baches in Höhe des Kinderspielplatzes
in Unterwössen, Chiemgau. am Mittag des 23.06.2009

Doch diesen Mittag begegnete man keinen ängstlichen Blicken aus einheimischen Augen, wie es noch bei den großen Hochwassern in den Jahren 2002 und 2006 war, als der Wössner Bach seinen Weg über die Hauptstraße des Ortes wählte. Dieses mal waren sie neugierig, die Blicke derjenigen - und das waren nicht wenige - die in Richtung des neuen Hochwasser-Entlastungsbauwerkes strebten, in das auch so viel Geld aus dem Gemeindesäckel geflossen war.

Tosendes Wasser im Wössner Bach in Unterwössen, Chiemgau,im Juni 2009

Was in Höhe der Rathausbrücke und der Brücke am Kinderspielplatz
mit dem Wössner Bach durch den Ort Unterwössen, Chiemgau, tobt, ist längst gezähmt.

Unt tatsächlich! So arg der sonst kleine Bach auch in seinem Bett schäumte. Es war nur gebremster Schaum, der dort Eindruck schinden und Erinnerung an vormalige Größe vermitteln wollte!

Auf dem Weg am Wössner Bach waren Gummistiefel und Schirm erste Wahl. Im Hintergrund in Blau das Stauwerk des Entlastungsbauwerkes.

Auf dem Weg am Wössner Bach waren Gummistiefel und Schirm erste Wahl.
Im Hintergrund in Blau das Stauwehr des Entlastungsbauwerkes.

Warum, das sah man schon von Weitem. Das Wasser, das durch den Ort wollte, musste sich erst unter dem Stauwehr hindurch zwängen, das da in leuchtendem Blau aus der Ferne zu erkennen war. Und dieses Stauwehr stand seinen Mann und ließ nur die Wassermenge passieren, die dem Bachbett durch das Ortszentrum gut tat.

Das Stauwehr am Wössner Bach, das die Durchlaufmenge in die Gemeinde begrenzt.

Dieses Stauwerk am Wössner Bach unmittelbar am Entlastungsbauwerk
begrenzt die Wassermenge, die durch das Gemeindezentrum von Unterwössen, Chiemgau, fließt,
so daß das Hochwasser im Dorf vermieden ist.

Da blieb aber dennoch ein kleiner tosender Rest, der gerade durch die Geschwindigkeit und Wucht, mit der er da unter dem Tor hindurch schoss, einen Eindruck von der gewaltigen Wasserkraft gab, die da damals durch den Ort strömte.

Das Wasser, das sich hinter dem Stauwehr immer höher aufstaut, fließt schließlich über den Süllbord des Entlastungsbauwerkes in den sich dort anschließenden geschlossenen Kanal.

Das Wasser, das sich hinter dem Stauwehr immer höher aufstaut, fließt schließlich über den Süllbord des Entlastungsbauwerkes in den sich dort anschließenden geschlossenen Kanal und wird über den abgeführt.

Und was geschah vor diesem Tor? Immer höher staute sich der Wasserkragen, der gegen das kleine, stabile Wehr anrannte, immer höher stieg der Wasserstand bei diesem gebremsten Abfluss. Er stieg bis der Pegel dann schließlich eine Höhe erreichte, die die überschießenden Wassermassen über den Süllbord des Entlastungsbauwerkes abfließen ließ. Kontrolliert führten drei Wasserbahnen die Massen in den verdeckten Kanal und leiteten Sie ab.

Am Ende des Kanals tritt das Wasser in einem Beruhigungsbecken aus und fließt dann vor dem neuen zum Schutz des Ortszentrums erreichteten Dammes Richtung Segelflugplatz.

Am Ende des Kanals tritt das Wasser in einem Beruhigungsbecken aus und fließt dann vor dem neuen,
zum Schutz des Ortszentrums erreichteten Dammes Richtung Segelflugplatz.

Was da am Ende des Kanals dann in das Beruhigungsbecken austrat, konnte keinem mehr Angst machen. Gemütlich plätscherte ein breiter Bach am Damm entlang und um das Ortszentrum herum.

Ausgleichsfläche für das Hochwasser, von dem es dann auch in den Strom der Tiroler Ache abgeführt hat ist das weite Achental am Flugplatz

Ausgleichsfläche für das Hochwasser,
von dem es dann auch in den Strom der Tiroler Ache abgeführt wird,
ist das weite Achental am Flugplatz

Im weiten Tal der Ache vor dem Damm bildete das Wasser ruhige Seen, die nördlich des Unterwössner Flugplatzes darauf warteten, in die nahe Ache abzufließen.

Es funktioniert also, das Entlastungsbauwerk, oder?

 

 

 

Danke fürs Lesen.

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Wössner See im Winter